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Digitalisierte Archivbestände der Reichsgrafschaft Hohenems


Bild: Urkunde Merk Sittich 6. März 1610:

Urkunde zu Merk Sittich.
Johann Jakob Episcopus Sebastiensis Sufragan und Generalvikar des Fürstbischofes Jakob Fugger von Konstanz beurkundet, dass er den Grafen Merk Sittich zu Hohenems und Gallara, Dompropst zu Konstanz, in der St. Konrads-Kapelle des Doms zu Konstanz zum Diakon geweiht habe. 6. März 1610, Konstanz


10.000 Vorarlberger Urkunden digitalisiert im Internet.
Das Vorarlberger Landesarchiv verfügt über rund 10.000 Urkunden, die bis 1139 zurückreichen und nützte die Möglichkeit, im Rahmen des Projektes "Monasterium.net" den gesamten Urkundenbestand zu digitalisieren. Damit können nun weltweit originale Abbildungen samt Inhaltsangaben im Internet frei zur Verfügung gestellt werden.

Reichsgrafschaft Hohenems.

Zu finden sind auch eine stattliche Anzahl digitalisierter Dokumente des Archivbestandes der Reichsgrafschaft Hohenems (siehe Link unten).

Mehr:
Digitalisierte Archivbestände Hohenems, Reichsgrafschaft
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[emsiana] Ein Pionier der Pille: Eugen Steinach aus Hohenems


Rund 40 Jahre Wissenschafts- und Medizingeschichte liegen zwischen dem "Steinach-Rummel" der 1920er Jahre und der ersten Markteinführung eines Ovulationshemmers.

1922 auf dem Kurfürstendamm in Berlin. Der UFA-Palast am Zoo präsentierte einen ungewöhnlichen Dokumentarfilm. "Steinachs Forschungen" lassen angeblich einen Menschheitstraum in Erfüllung gehen: die ewige Jugend. Altersbekämpfung durch Hormone sorgt bis heute für Schlagzeilen, obwohl sie wissenschaftlich mehr als umstritten ist. Auch ein alternder Arzt wie Sigmund Freud unterzog sich einer solchen von Eugen Steinach erfunden Abschnürung der Hoden zur allgemeinen und sexuellen Verjüngung.

Eugen Steinach.
Eugen Steinach entstammt einer bedeutenden jüdischen Arztfamilie, die über mehrere Generationen in Hohenems ansässig war. Bereits sein Vater Simon Steinach war physioligisch-wissenschaftlich tätig und führte als einer der ersten in Vorarlberg die antiseptische Wundbehandlung ein.

Pharmaindustrie.
Der UFA-Film aus dem Jahr 1922 regte nicht nur das Interesse der Kinobesucher an, sondern auch das des Pharmaunternehmens Schering-Kahlbaum in Berlin. Das Schering-Hauptlabor begann 1923 mit der Hormonforschung. Es kooperierte mit dem Autor des Films Eugen Steinach (1861-1944) und dessen Assistenten Walter Hohlweg (1902-1992). 1928 wechselte dieser zur Schering AG und machte dort mit Hans Herloff Inhoffen bedeutende Entdeckungen, die den Weg zur Entwicklung von Ovulationshemmern eröffnete.

NS-Wissenschaftsfeindlichkeit.
Viel später hatte sich dann herausgestellt, dass mit den Entdeckungen Steinachs die Möglichkeit geschaffen war, empfängnisverhütende "Pillen" auf den Markt zu bringen. Er gilt damit als Spiritus rector des ersten zyklusregulierenden Hormonpräparats. Obwohl Eugen Steinach weltberühmt war, wurden sein Laboratorium und seine Forschungsarbeiten 1938 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten beschlagnahmt und zerstört. Er selber konnte 1938 nach einer Vortragsweise in die Schweiz nicht mehr nach Österreich zurückkehren. Seine Frau Antonie beging Selbstmord.


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[emsiana] Mittelalterliche Belagerungstechnik in der Weltchronik des Rudolf von Ems


Dieser Ausschnitt aus der Weltchronik von Rudolf von Ems (spätes 13. Jh.) zeigt eine Belagerungsszene. Auffallend ist die Verwendung großer, eigentlich veralteter Tropfenschilder, die sich durch ihre große Fläche bei Belagerungen noch eine Funktion zu haben scheinen.

Bei den kleinen Reiterschilden fallen die drei Armfesseln auf.

Der Armbrustschütze trägt einen Topfhelm, alle anderen tragen entweder einen Eisenhut oder ausschließlich die Kettenhaube.

Sehr plakativ ist auf dieser Abbildung auch der Einsatz von Bogenschützen zu sehen.


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