Landhaus-Monitor: Buchführung Null Ahnung?

Was die Vorarlberger Minarett-Diskussion mit dem Versagen des ÖVP-Regierungspersonals zu tun hat.
Erfolgreiche österreichische Landwirtschaft. 2007 waren die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft je Betrieb in Österreich mit 25.462 Euro um +14,4% höher als im Vorjahr; je nicht entlohnter Arbeitskraft (nAK) waren es 19.632 Euro (+15,4%). Dazu wurden die Buchführungsdaten von 2.231 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ausgewertet. Der Ertrag war um 9% höher als 2006. Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Erträge bei Weizen, Gerste und Mais sowie die Ertragssteigerung im Weinbau. Im tierischen Bereich gab es höhere Milcherträge. Auch die Forstwirtschaft konnte erhebliche Ertragssteigerungen verbuchen.

Das alles gilt nicht für Vorarlberg!
Laut "Grünem Bericht 2008" haben sich also 2007 österreichweit die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft im Durchschnitt um 14,4 Prozent auf 25.462 Euro pro Betrieb erhöht. Nur in Vorarlberg hat es Minus gegeben und zwar um 14 Prozent auf 21.120 Euro.

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Diese eigentlich zu dringender Sorge Anlass gebende Entwicklung wird in Vorarlberg von dem zuständigen Landesrat Erich Schwärzler in erschreckender Weise verniedlicht und vorsätzlich oder schlichter betriebswirtschaftlicher Unbildung falsch dargestellt. Da wird verständlich, dass sich der Landesrat plötzlich auf das Thema "Sicherheit" stürzt und ersatzweise zu ausländerfeindlicher Pressearbeit greift und fordert: "Wir brauchen kein Minarett"

Laut ORF Vorarlberg hat der Agrar-Landesrat die Entwicklung so erklärt:
"Grund für das Minus seien vor allem die hohen Investitionen, so Agrarlandesrat Schwärzler. Bis zum Jahr 2012 müssten alle Stallgebäude den neuen Tierschutz-Richtlinien angepasst werden. Vieh-Bauern in Innerösterreich würden deshalb immer öfter zu Wein- oder Marktfruchtanbau wechseln. Das sei in Vorarlberg nicht möglich."
Nachhilfe. Um es dem Herrn Landesrat mit wenigen Worten zu erklären: Grundlage für diesen Bericht sind die Buchführungsdaten land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Investitionen sind in der Buchhaltung nicht als Aufwand, also Einkommensreduzierungen, sondern schlichte Vermögensverschiebungen vom Geldvermögen zum Sachvermögen dargestellt. In der Buchhaltung hat sich dadurch allein nichts am Aufwand oder Ertrag geändert. Höhere Investitionen müssten sich vielmehr durch den Rationalisierungsfaktor, durch ökonomischeren Einsatz erfolgssteigernd auswirken, sonst geben Investitionen (über die reinen Ersatzinvestitionen hinaus) keinen Sinn.

Mehr:
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft 2007 (Grüner Bericht 2008)
Agrarwirtschaft: Minus nur in Vorarlberg
Nachhilfe für den Landesrat: Diskussionsforum Investition vs. Aufwand – Abgrenzungsfragen
Landhaus-Monitor: Propaganda-Kot
Erich Schwärzler - Nachrichten

6 Kommentare:

  1. Kurt Greussing hat gesagt…

    Jetzt hab ich als Volksschüler aber doch noch ein paar Fragen und bitte um Nachhilfe vom Fachmann:

    - Werden Investitionen im Laufe der Jahre denn nicht verbraucht, sodass sie "abgeschrieben" werden müssen?

    - Sind (jährliche) Abschreibungen - übrigens auch Sonderabschreibungen - denn kein Aufwand?

    - Führen höhere Investitionen somit nicht - via Abschreibungen - zu höherem Aufwand? Und die Zinsen bei Finanzierung durch Kredit?

    - Muss wirklich jede Investition (wie im Blog behauptet) zu einem Rationalisierungsfortschritt führen (z.B. bei Investtionen in den Tier- oder Arbeitsschutz)?

    - Muss wirklich jeder Rationalisierungsfortschritt (wie im Blog behauptet) zu einem höheren Ertrag führen (wenn z.B. gleichzeitig die Preise für das Produkt, etwa die Milch, sinken)?

    - Was besagen überhaupt jährliche Durchschnittseinkommen pro Betrieb? Müsste man solche Jahreseinkommen nicht in Relation zu Betriebsgrößen, Beschäftigtenzahl, Haupt-/Nebenerwerbsbetrieb und dergleichen setzen?

    - Ist es denkbar, dass der Blogger und Landesrat Schwärzler gleich wenig Ahnung von Betriebswirtschaft(slehre) und statistischen Vergleichen haben?

    - Wie gesagt: Ich frag ja nur.

  2. Heinz hat gesagt…

    Glatteis?

    Liegt es an den winterlichen Verhältnissen oder warum sonst will Dr. Kurt Greussing uns aufs Glatteis führen? Immerhin wissen wir ja aus seiner Biografie (siehe http://www.emserchronik.at/Einzelansicht.44+M5dc47555a1e.0.html) , dass Herr Dr. Kurt Greussing an der Hochschule für Welthandel in Wien studiert hat. Er möge daher nicht als "Volksschüler" nachhaken und sich dumm stellen.

    1. Werden Investitionen im Laufe der Jahre denn nicht verbraucht, sodass sie "abgeschrieben" werden müssen? - Sind (jährliche) Abschreibungen - übrigens auch Sonderabschreibungen - denn kein Aufwand? - Führen höhere Investitionen somit nicht - via Abschreibungen - zu höherem Aufwand? Und die Zinsen bei Finanzierung durch Kredit?

    Bei dem hier geschilderten Sachverhalt handelt es sich um einen Vergleich mit dem Vorjahr. Also fehlt schon jeder Kontext mit "im Laufe der Jahre". Investitionen sind lediglich eine Vermögensverschiebung und in der Buchhaltung kein Aufwand! Die Abschreibung "im Laufe der Jahre" ist eine Refinanzierung im Steuerweg und deutet auf das klassische Problem von Beschäftigung und Abschreibung: Löhne sind verlorener Aufwand, (Rationalisierungs-)Investionen eben nicht. Was sollte diese Frage von einem Wirtschaftswissenschafter?

    2. Muss wirklich jeder Rationalisierungsfortschritt (wie im Blog behauptet) zu einem höheren Ertrag führen (wenn z.B. gleichzeitig die Preise für das Produkt, etwa die Milch, sinken)?

    Es sind sehr wohl auch Investionen denkbar (das wurde ja auch gar nicht behauptet) , die sich nicht als Rationalisierung und damit höheren Ertrag niederschlagen. Aber an der Frage der Wirtschaftlichkeit führt keine Investion vorbei, weil sie dann ja auch nicht finanziert werden kann und schlussendlich unweigerlich in der Zahlungsunfähigkeit enden muss. Und nochmals: Es handelt sich um eine einzige Jahresperiode!

    Und bitte beim Nebelstreuen doch selber nicht vergessen, um was es geht: Laut "Grünem Bericht 2008" haben sich also 2007 österreichweit die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft im Durchschnitt um 14,4 Prozent auf 25.462 Euro pro Betrieb erhöht. Nur in Vorarlberg hat es Minus gegeben und zwar um 14 Prozent auf 21.120 Euro. Hat sich der Milchpreis 100 Meter nach dem Arlbergpass so gänzlich entgegengesetzt und anders entwickelt als 100 Meter vorher? Und wenn ja, warum? Ist der Markt für Sura Käs in Vorarlberg eingebrochen?

    3. Was besagen überhaupt jährliche Durchschnittseinkommen pro Betrieb? Müsste man solche Jahreseinkommen nicht in Relation zu Betriebsgrößen, Beschäftigtenzahl, Haupt-/Nebenerwerbsbetrieb und dergleichen setzen?

    Es steht jedermann frei, die Daten nach den genannten Kriterien zu vergleichen und zu untersuchen. Es wäre eigentlich Aufgabe der landesrätlichen Administration dies zu erforschen um zu entsprechenden Stratgeien zu gelangen. Es kommt aber deswegen kein anderes Ergebnis zustande, dass nämlich in ganz Österreich die Landwirtschaftseinkommen um 14 % gestiegen sind, allein die in Vorarlberg um 14 % gesunken. Dieser Vergleich ist in diesem Zusammenhang sehr wohl zulässig. Dass die Betriebsstruktur anders ist und sein kann als in anderen Bundesländern mag ja unbestritten sein, dass aber bei bestehender Betriebsstruktur die landwirtschaftlichen Einkommen sich in Vorarlberg in der Zeireihe entgegengesetzt den österreichweiten entwickelt haben, daran führt keine Tüftelei vorbei. Weder Landhauspropaganda noch Greussingsches Glatteis.

  3. Kurt Greussing hat gesagt…

    Gut, es ist schon etwas später am Abend. Aber wer allen Ernstes behauptet:
    "Die Abschreibung 'im Laufe der Jahre' ist eine Refinanzierung im Steuerweg",
    der hat eine mehr als eigenartige Vorstellung vom Wirtschaften und vom Buchhalten.

    Wenn ich - um bei der Landwirtschaft zu bleiben - einen Traktor um € 50.000.-- anschaffe und ihn zehn Jahre lang mit jährlich € 5.000.- buchhalterisch abschreibe, dann sind diese € 5000.-- natürlich jeweils ein Aufwand, weil am Ende der zehn Jahre der Traktor (so ist anzunehmen) nichts mehr wert ist. (Ich unterscheide hier nicht zwischen buchhalterischer und kalkulatorischer Abschreibung).

    Natürlich bekomme ich diese € 5000.-- nicht von der "Steuer" ersetzt (es ist also keine "Refinanzierung im Steuerweg"), sondern lediglich mein Ertrag wird - zu Recht - um diese 5.000.-- gemindert. Folglich zahle ich, wenn überhaupt, auch nur auf den verminderten Ertrag Steuern. Doch "Refinanzierung auf dem Steuerweg"? - da müsste ich ja als Kleingewerbetreibender mit laufenden Abschreibungen von Computern und anderem Kram dem Finanzamtsleiter direkt die Füße küssen.

  4. Heinz hat gesagt…

    Das wirtschaftswissenschaftliche Studium hat anscheinend doch keine Spuren hinterlassen. Also ich erklärs nicht noch einmal. Aber dieses mangelnde Wirtschaftswissen der Linken ist eben ihr Dilemma.

    Jetzt verstehe ich auch erst. Die Grünen fühlen durch die hier veröffentlichten Zahlen in ihrer Untätigkeit ertappt. Soweit dachten wir hier gar nicht. Aber es scheint so, wenn jetzt die Grünen alle Anstrengungen unternehmen Fakten zurechtzubiegen und auch nicht mehr auf die Ausgangsmeldung eingehen wollen. Es geht um die buchhaltungsführenden landwirtschaftlichen Betriebe! Und dort sind Investitionen nichts anderes als Vermögensverschiebungen vom Geldkapital zum Sachkapital. Punkt. Allein durch die Investitionen hat sich in der Ertragslage NICHTS geändert. J

    etzt ist mir auch klar, warum die Illwerke schalten und walten können, weil man bei den Oppositionsparteien offenbar nicht die Bilanzen lesen kann. Und so wird auch die grüne Forderung verständlich, wenn sie wollen, dass der Gasspreis steigt.

    Dass Schwärzler nichts von der Doppik versteht ist ja nicht schlimm, auch nicht, wenn es die Grünen nicht verstehen. Wer erwartet von ihnen das Verständnis ökonomischer Prozesse? Sie sollen sich auf ihre Esoterik zurückziehen. Da ist wie im Lotto, da ist alles möglich.

  5. Kurt Greussing hat gesagt…

    Ein Blogger, der - ein wahrer Held der Zivilgesellschaft - selbst anonym bleibt (wovor fürchtet bzw. wofür schämt er sich eigentlich?), soll bitte einem namentlich zeichnenden Poster nicht einen absoluten Blödsinn in Bezug auf dessen politische Position unterstellen. Das kann er gerne auf vol.at machen. Soviel zum Hygienischen.

    Zum Sachlichen: Sie schreiben konsequent am Thema vorbei. Hier noch einmal der Zusammenhang:

    - (Hohe) Investitionen sind natürlich als Aktiva Bestandteil der Bilanz und als solche nicht Bestandteil der G&V-Rechnung, folglich buchhalterisch nicht aufwandswirksam. Sie werden es aber durch die Abschreibungen (in der G&V-Rechnung), zumal durch (vorzeitige) Sonderabschreibungen. Punkt. Ihre abenteuerliche Behauptung, Abschreibungen seien lediglich "Refinanzierungen im Steuerweg", schlägt ein neues Kapitel der Betriebswirtschaftslehre auf. Gratulation zu dieser Neuerung.

    - Wer den "Grünen Bericht 2008" tatsächlich in die Hand nimmt, erkennt, dass LR Schwärzler (fast) recht hat: EIN Grund sind tatsächlich die hohen Investitionen - und zwar infolge der daraus resultierenden "Sonderabschreibungen". Es heißt dort (S. 95) nämlich, dass die Minderung der betrieblichen Durchschnittseinkommen in der Vorarlberger Landwirtschaft auf zwei Faktoren zurückzuführen sei:
    a) buchhalterische Absetzung der gesamten Vorsteuern auf die Investitionen, welch letzere sich im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt haben;
    b) und weiters auf die ebenfalls aus den gestiegenen Investitionen rührende gestiegene Belastung mit Fremdkapitalzinsen.

    - Dazu kommen natürlich die bereits für die 2007er Investitionen wirksamen buchhalterischen Abschreibungen auf die Neuinvestitionen. Details findet man im Tabellenmaterial des Berichts "Buchführungsergebnisse 2007 Land- und Forstwirtschaft Österreich".

    - Die schlichte Annahme, die Vorarlberger Landwirtschaft sei im Durchschnitt 2007 schlagartig um 14 % ärmer geworden, trifft also jedenfalls im Hinblick auf die verfügbaren Einkünfte nicht zu.

    - Was Bauern wohl tatsächlich beunruhigt oder beunruhigen sollte, ist zweierlei (siehe Grüner Bericht 2008, Tab. 4.7.1, S. 225):
    a) der immense Investitionsdruck: Vorarlbergs Bauernbetriebe (soweit sie eine Buchhaltung führen) verfügen mit durchschn. € 295.500 über den (nach Kärnten) höchsten Wert des Anlagevermögens (Burgenland: 150.900). Sie wiesen 2007 mit durchschn. € 48.200 die höchsten Investitionen in Anlagevermögen auf - doppelt soviel wie das an zweiter Stelle folgende Tirol und mehr als dreimal soviel wie das Burgenland. Die NETTOinvestitionen in bauliche Anlagen, Maschinen und Geräte betrugen 2007 pro bäuerlichem Betrieb sogar das Neunfache des Werts der anderen Bundesländer (kann ich mir nicht erklären).

    b) Vorarlberger Bauern haben deshalb im österreichischen Durchschnitt das ungünstigste Verhältnis von Bruttoinvestition und Ergebnis je Arbeitskraft - also m.E. ein erhebliches Rentabilitäts- und Produktivitätsproblem.

    c) Das allein würde wohl auch noch nicht die Alarmglocken schrillen lassen (im Gegenteil: es könnte für einen weniger belastenden Umgang mit der Natur sprechen - weniger Turbokühe zum Beispiel - oder eben für generell niedrigere Einkommen aus Viehhaltung). Aber da ist noch eine Kennzahl, die Angst und Bange macht: die Verschuldung. Vorarlbergs durchschnittlich hochvermögende Bauern sind nämlich hoch verschuldet: mit einem Drittel des Werts ihres Gesamtvermögens (Durchschnitt der übrigen Bundesländer: unter 10 %).

    - Der durchschnittliche Vorarlberger Bauernbetrieb hat deshalb mit Abstand die höchste Zinsbelastung aus Fremdkapital zui tragen: € 5.700.-- (2007). Das sind fast 10 % des betrieblichen Jahresaufwands. Im Durchschnitt der anderen Bundesländer sind es ohne große Abweichungen rund € 1.400.-- und ein viel geringerer Anteil am Gesamtaufwand.

    - Vorarlbergs Bauern könnten nicht überleben, wenn sie nicht Einkommen aus unselbständiger Arbeit bezögen - also die Landwirtschaften oft im Nebenerwerb betrieben würden. Zu den Jahreseinkünften aus Land- und Fortwirtschaft in Höhe von @ 21.100.-- kommen nämlich noch durchschnittl. Einkünfte aus unselbständiger Arbeit von € 13.200 und aus selbständiger von € 1.800.-- Das macht ein gesamtes Erwerbseinkommen von immerhin € 36.100.-- (plus Sozialtransfers von € 6000.-- = 42.100.--) pro Betrieb und Jahr. Mit der Höhe dieser Zusatzeinkommen liegt Vorarlberg (nach dem Burgebnland) an der österreichischen Spitze.

    - Mein Fazit: Das nicht-landwirtschaftliche Einkommen schafft eine ganz wesentliche Grundlage für landwirtschaftliche Investitionen und Zinszahlungen. Das ist für mich ein Alarmzeichen für die Zukunft der Vorarlberger (klein- und alpbäuerlichen) Landwirtschaft.

  6. Heinz hat gesagt…

    So eine Rüge führt ja zu enormen Anstrengungen. Warum nicht gleich lesen statt vorher dumme Fragen stellen?

    Und dann bitte die Investitionen einmal hinterfragen und nicht mit den Turbokühen andswo davon ablenken. Wo waren denn da Landwirtschaftskammer und Agrarlandesrat mit ihrer Beratung, das Land mit Steuerungsmaßnahmen?

    Und immerhin bleibt nun wenigstens das Läuten der Alarmglocken. Und diese Alarmglocken haben nichts mit der Einkommensentwicklung zu tun? Die hohe Verschuldung ist unabhängig vom Einkommen geschehen? Die Verschuldung ist innerhalb eines Jahres entstanden?

    Und Abschreibungen erfolgen bei nicht geringfügigen Investitionen über einen Abschreibungszeitraum von nur einem Jahr? Der Investitionsbedarf in Vorarlberg ist gänzlich anders als in Tirol oder Salzburg?

    Leider können wir hier nicht den Anspruch erheben, dass wir Urheber der Erkenntnis sind, dass Abschreibungen auf Investitionen eine Refinanzierung im Steuerweg sind. Das ist gängiges und eigentlich auch logisches Wissen, das sich ja selbst erklärt und das gerade im Zusammenhang mit Rationalisierungsinvestitionen eine unmittelbare Auswirkung auf die Beschäftigung hat.

    Wenn wir schon dabei sind: Freilich ist die Refinanzierungsmöglichkeiten an steuerpflichtiges Einkommen gekoppelt. Wenn also die Erträge sinken, dann ist die Refinanzierung - logo - in geringerem Maße gegeben und kann durchaus auch gegen Null tendieren.

    Aber ich habs schon kapiert: Die Vorarlberger Landwirtschaft investiert nicht zur Ertragssteigerung sondern für den Tierschutz. Dafür verschulden sie sich sogar enorm?

    Märchenstunde?

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